Nivelles

collegiale

Nivelles ist geboren und entwickelt sich von Jahre 648 ringsum eine Kloster bei der hl. Gertrud, Tochter von Pepin von Landen, Vorfahr von Charlemagne gerichtet .
Nivelles, Stadt von Geschichte und Tradion, hat 24.000 Einwohnern und ist die Hauptsache von der « Roman Païs ».
Groβe Monumenten, Stadtteile und wunderbar Landschaften sind erhaltet.
Eine bemerkswert Straβennetz und Eisenbahnnetz bringen Sie in die wichtige Städte Innen und DrauBen das Land irgendwohin.

ST.GERTRUD-STIFTSKIRCHE

Die Stiftskirche ist das Prachtstück von Nivelles. Sie wurde im ottonisch-romanischen Stil gebaut und im Jahre 1046 von dem Lütticher Bischof Wazon in Anwesenheit von Kaiser Henrich III. geweiht.

Dieses imponierende Heiligtum ist durch seinen zweiköpfigen Plan gekennzeichnet, der aus zwei Querschiffen und zwei gegenüberliegenden Chören besteht. Das östliche Chor liegt etwas höher auf einer kreuzgewölbten Krypta.

Der wichtige Westbau stammt aus dem 12. Jahrhundert. Er besteht aus einer Apsis, zwei Tribüne-Kapellen, einem geräumigen hohen Saal (19 Meter) (Kaisersaal genannt) (zu dem eine 132 stüfige Treppe führt), aus einem achteckingen Kirchturm (gebaut, um den gotischen Turmhelm zu ersetzen, der durch die Bombenabwürfe im Mai 1940 zerstört worden war) und aus zwei Ecktürmchen.

Im Kirchturm befindet sich das neue Glockenspiel (49 Glocken, Gesamtgewicht 14.298 Kg.)

Das Südtürmchen beherbergt den Stundenschläger Jean de Nivelles, einen 2,08 Meter hohen, mit vergoldeten Messingplatten gekleideten und mit einem Hammer bewaffneten Krieger. Er hat ein Gewicht von 350 Kg. Er könnte aus der Zeit um 1400 stammen.

Die Wiederherstellung dieses Westteiles der Stiftskirche wurde im Jahre 1984 beendet.

Merkwürdig ist drauβen der Südgiebel des östlichen Querschiffs, St.-Peter-Giebel genannt, für seine reichliche sowie geplegte Verzierung, die aus der zweiten Hälfte des 12. Jahrhunderts stammt und nach dem zweiten Weltkrieg geschickt restauriert wurde.

Drinnen beeindruckt die Kirche den Besucher durch ihre Ausmaβe : das Mittelkirchenschiff ist 1O2 Meter lang.

Nur ein Teil des wichtigen Mobiliars, das die Kirche besitzt, ist im Gotteshaus an seinen früheren Platz wiedergestellt worden. So kann der Besucher heute eine Kanzel (1772) aus Holz und Weiβmarmor, eine üppige Zusammenstellung von Laurent Delvaux (1695-1778) und seinem Lehrling P.Lelièvre (1731-1815) bewundern, die die Erinnerung an den Bibelauszug wachruft, nämlich die Begegnung von Jesus mit der Samariterin . Nennenswert sind ebenfalls : ein Altar (im südlichen Querschiff), wo ein von Barockgeschmuck umgebenes, verschossenes Gemälde hängt ; ein Koffer-Schrank aus Messing, in dem der Reliquienschrein von St.-Gertrud aufbewahrt wird. Dieser Schrank, ein Beispiel des Spätgotik, steht auf einem Häuschen, das ein bearbeitetes Gitter umgibt,an dem Hochgotikmotive reichlich vorhanden sind.

Sehenswert in der Kirche sind auch : wunderschöne Chorstühle im Renaissancestil (16.Jh.), die Klausur unserer Liebfrau aus Hal (16.Jh), die St.-Gertrudkarre, ein geschnitztes, bemaltes Werk gotischer Herkunft (15.Jh.), der gleichzeitige Reliquienschrein von Felix Roulin, usw.

Die Krypta

(unter Denkmalschutz), die sich unter dem östlichen Chor erstreckt, ist die gröβte unserer Gegenden (22 M x 10,50). Sie entstand in der Zeit um 1100 und besteht aus drei gleichhohen Schiffen, die in sechs Joche unterteilt sind. Die Decke ist ein Kreuzgewölbe. Das Mittelschiff ist durch eine Apsis verlängert.

Der archeologische Untergrund (7. bis zum 10.Jh.), einmalig in Belgien, liegt unter dem Kirchenschiff, umfaβt die Ruinen der fünf Kirchen, die vor der romanischen Kirche da gelegen haben. Die erste merowingische Kirche (um 650) schützt die Gräber der hl. Gertrud und ihrer Eltern. In der letzten karolingischen Kirche (10 .Jh.)befindet sich das Grab von Ermentrudis, Enkelin von Hugo Capet, der im Jahre 987 zum König von Frankreich ernannt wurde. Ermentrudis strarb vermutlich im Jahre 1001. Sie war zwei oder drei Jahre alt.

Im Untergrund sind auch andere Reliquien aus der Vergangenheit zu sehen. Sie wurden bei den zwischen 1941 und 1952 unternommenen Ausgrabungen wieder ans Tageslicht gebracht.

Der Klostergang

(unter Denkmalschutz) grenzt an der Kirche an und ist ein Übergangswerk aus dem Beginn des 13. Jahrhunderts. Die Verblendungen erinnern auch an den romanischen Baustil, aber die Einzelheiten (Säulenköpfe - Verzierungen) verraten schon den gotischen Einfluβ. Die nördliche Galerie des Klosterganges ist die einzigen, die ihren ursprünglichen Anblick erhalten hat. Die anderen Flügel wurden gegen 1845 willkürlich restauriert. Der Klostergang beherbergt mehrere Grabsteine sowie einige Glocken, die zum alten,im Jahre 1940 zerstörten Glockenwerk gehörten.
Der Klostergang beweist, daβ ein Kapitel von Kanonikern und Kanonissinnen hier wohl bestanden hat, die allmählich die Mönche und Nonnen der ersten Zeiten ersetzten.

UM DIE STIFTSKIRCHE

In der unmittelbaren Nähe der Stifstkirche kann man den Brunnen der Tränke (19.Jh.) den Justizpalast (Neugotik), das Rathaus sowie das Waux-Hall-Theater (Schauspiel- und Ausstellungssäle), wo das Empfangsbüro des Touristendiensts und die öffentliche Hauptbibliothek für den wallonischen Teil von Brabant zu finden sind, bewundern.

Auf dem Markplatz, dem Turm von Jean de Nivelles gegenüber, steht der Brunnen der Freitreppe (Fontaine du Perron- Unter Denkmalschutz) im gotischen Still. Er wurde im Jahre 1523 von der Äbtissin Adrienne von Moerbeke errichtet, um die Wässer von Clarisse zu ernten. Dieses zierliche Denkmal war früher, (ab 1618)mit einem Bildnis des Erzherzogs Albert gekrönt, aber es wurde später durch das des Erzengels Michael, eines der Schutzpatrone der Stadt ersetzt.

Der Brunnen wurde im Jahre 1922 wiederhergestellt und mit einer neuen Statue von St.-Michael, Werk des Bildhauers Marcel Collet aus Nivelles, gekrönt. Die Restaurierung des Denkmales wurde im Jahre 1984 vollendet.

Dem westlichen Vorbau der Kirche gegenüber, in der Seutinstraβe,etwa hundert Meter von der Kirche entfernt, kann man den Simone-Turm besichtigen (unter Denkmalschutz). Der gehörte zu den elf Türmen, die mit den heute völlig verschwundenen Stadtmauern seit dem 12. Jahrhundert Nivelles schützten. Es ist noch möglich, die Wachstube, durch zwei hohe Schieβscharten erhellt, sowie die Reste eines zwei Meter dicken Mauerwalls zu sehen. Diese Spuren sind kostbare Informationen über unsere militärische Baukunst im Mittelalter. Dieser Turm wurde im Jahre 1958 wiederhergestellt.

MUSEUM FÜR ALTERTUMSKUNDE ,KUNST UND GESCHICHTE

Das Museum für Altertumskunde, Kunst und Geschichte der Stadt Nivelles wurde in einem aus dem 18. Jahrhundert stammenden, geraümigen Eckhaus eingerichtet, das früher als Zufluchtsort der Trinitariermönche des Klosters von Orival diente. Die schöne Aufstellung der mit wildem Wein bedeckten Vorderseite, ein gepflastertes Höfchen, das durch zwei denkmalartige Eingangstore zugänglich ist, verleihen diesem Ort einen friedlichen Reiz.

Ein Besuch ans Museum ergänzt und setzt den an die Kirsche der hl. Gertrud wunderbar fort.

Mehrere merkwürdige Zeugen der bemalten und geschnitzten Verzierung der Kirche im Mittelalter und im 18. Jahrhundert befinden sich nämlich im Museum.
Aus einem mittelalterlichen, heute verschwundenen Singchor stammen vier groβe, sehr schöne, tief rührende Apostelstatuen aus Kalkstein : durch die Qualität der Bewerkstellingung, die Ausdruckstärke der Haltungen und der Gesichter, das Innenleben, das sie beseelt gehören diese Werke zu den Meisterwerken der gotischen Bildhauerkunst in Brabant.

Einige gehauene Reliefs gehören zum selben Kunstbewegung . Die Bestandteile der Verzierung aus dem 18 .Jh. wie die groβen, etwas nachdruckvollen, von Frédéric Dumesnil verwirklichten Gemälde und die Wappen der berühmten Familien, mit in Eichlolz geschnitzten Motiven im Ludwig XV-Stil eingefaβt, erinnern an den Reichtum um den Ruhm des sehr edlen Kapitels von Nivelles.

Aber aus jener Zeit besitzt das Museum vor allem eine Terrakottastudiensammlung. Diese Stücke sind dem Bildhauer Laurent Delvaux zu verdanken, dessen groβartige Werke die Stiftskirche in Nivelles und mehrere Kirchen im Landen prächtig schmücken. Der besondere Reiz dieser Terrakotten liegt darin, daβ diese Werke schnell, plötzlich ausgeführte Entwürfe sind. Sie bringen uns unmittelbar zum Wesentlichen der Kunst des Bildhauers : Stärke und Kraft der Gestalten ; der Körper und der Bewegungen, aber immer durch die klassische Forderung von Gleichgewicht und Genauigkeit.

Das Museum hat aber noch andere Freunden für den Besucher im Vorrat. Die Schnitzwerkkunst ist durch mehrere Qualitätswerke aus verschiedenen Epochen dargestellt. Zwei groβe Ölgemälde auf Holz von der flämischen Schule (B.Van Orley zugeschrieben) und ein prachtvoller aus dem 16 .Jh ; stammender Wandteppich aus Brüssel sind auch bewundernswert. Der Liebhaber von alten Möbeln wird auch an dem Besuch viel Freude haben : Koffer, Schränke, Kleiderschränke und Kamine, Wanduhren, Musikinstrumente, Chorstühle und Täfelwerke, die aus verschiedenen Häusern und Kirchen aus Nivelles und Umgebung kommen, sind geschmackvoll in die aufeinanderfolgenden Zimmer verteilt worden. Mit Porträten, Dokumenten und Münzen rufen sie die Geschichte von Stadt und Land hervor.

Im zweiten Stock öffnen sich für uns die Türen der Altertumssäle auf eine andere, viel längere, ältere, menschliche Geschichte. Der erste Saal führt die Entwicklung der Lebensweisen und Techniken durch die Vorgeschichte, seit dem Erscheinen des Menschen in der Gegend vor etwa 50.000 Jahren wieder vor Augen. Der zweite läβt zahlreiche Aspekte der gallo-romanischen Kultuur erscheinen, wie sie bei uns blühte, bevor sie durch die germanischen Einfälle zerstört wurde. Einige Glaskästen illustrieren besondere Themen wie Münzen, Juwelen, Bronze- und Eisenarbeit. Alle Gegenständen, entweder romanische oder vorgeschichtliche, sind bei Forschungen und Ausgrabungen ans Tageslicht gebracht worden und sind mit Lichtbildern illustriert.

TOR DES STADT SAINTES

Dieses monumentale Tor in der Saintesstraβe wurde im September 1963 zur Gelegenheit der Patenschaft zwischen Nivelles und Saintes ( Charente Maritime) geweiht. Dieses Denkmal ist ein Produkt der Zusammenarbeit eines hiesingen Architekten, eines Bildhauers aus Saintes und eines Zeichners aus Brabant. Es ist mit einem Schieferdach bedeckt, dessem Türmchen das eines in Saintes zu sehenden Gebäudes nachahmt. Die Innenseiten des Denkmales sind mit zwei prächtigen Mosaikarbeiten, die die Pläne der beiden, durch die Patenschaft verbundenen Städte darstellen, sowie mit verschiedenen Bronzemotiven bereichert, die an die wichtigsten Denkmäler der beiden Städte erinnern.

KIRCHE UND ALTES KLOSTER DER REKOLLEKTEN

(Franziskaner von der strengen Regel)

Etwas höher als das Tor der Stadt Saintes erhebt sich das alte Kloster der Rekollekten links von der Straβe . Auf der Esplanade du Souvenir (Freier Gedächtnisplatz) vor dem Gebäude steht das Denkmal zum Andeken an die Kämpfer für die Unabhängigkeit im Jahre 1830 und an die Gefallenen der beiden Weltkriege (1914-1918 und 1940-1945).

Auf Grund seines geschichtlichen, sowie architektonischen Wertes ist die Kirche der Rekollekten das zweite Monument unserer Stadt.

Die Franziskaner gründeten im 13.Jh. ein Kloster in Nivelles. Die gebäude wurden im Laufe der Jahre mehrmals wiederhergestellt und umgebaut.

Die heutige Kirche geht zum 16.Jh. zurück.

Die ersten, im Jahre 1960 angefangenen Erneuerungsarbeiten ermöglichten es, ab 1964 die Kirche zum Gottesdienst wieder zu benutzen. Heute dient sie als Pfarrkirche des hl. Johannes und Nikolaus.
Bei einer zweiten im Jahre 1972 vollendeten Arbeitsphase wurden die Kirche und die Gebäude in ihrer heutigen Lage wiederhergestellt. Die eindrucksvolle Einfachheit der Kirche entspricht dem Geist der Franziskamer. Sie besteht aus einem Einzelschiff, einem langen rechteckigen Volumen, das in eine fünfseitige Apsis mündet.

Eine Öffnung im Südmauer beherbergt heute eine Wiederhestellung des Reliquienschreins der hl. Maria von Nivelles (von Orgnies genannt).

Prächtige Farben bringen die Kirchensfenster im Chor und da groβe Kirchfenster der Vorderseite zur Geltung .

Eine Jungfrau Maria mit dem Kind aus Weiβstein, Werk von Jean Willame, streht am Eingang der nördlichen Kapelle.

Zwei Keramikzusammenstellungen von Max Van der Linden erhöhen die Pfleiler des Singchors und rufen die Schutzpatrone der Pfarre, den hl. Johannes, den Evangelisten, und den Hl. Nikolaus, hervor.
Dir Pfarrgemeinde hat heute ihren Sitz in dieser Kirche.

Drauβen stützt sich an einen Eckstrebepfeiler der Fassade eine bronzene Statue von dem hl. Franziskanus, die von Christian Leroy realisiert wurde und an die erste Funktion des Gebäudes erinnert.

LA TOURETTE

(das Türmchen)

In der Avenue de la Tour de Guet, in der Nähe der « Vorstadt von Bergen » erhebt sich das stolze « Tourette » - Türmchen. Dieses viereckige Türmchen aus mit Stein verklammerten Ziegelsteinen wurde im Anfang des 17.Jh. errichet, im Jahre 1965 unter Denkmalsschutz gestellt und 1968 restauriert. Im ersten Stock auf dem Mittelbalk kann der Besucher das Wappen von Marguerite de Haynin, Äbtissin von Nivelles, sehen. Das Gebäude dient gegen wärtig als Sitz des Kunstvereins « Les Oeuvriers » und immer wieder für Austellungen benutzt.

 

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